Nebel im Kopf – Nebel im Leben

Manchmal ist es, als würden wir im eigenen Leben stehen und nichts mehr wirklich erkennen. Gedanken kreisen. Alles wirkt dumpf, vernebelt – innen wie außen. Es gibt kaum klare Linien, kaum Halt. Wir funktionieren irgendwie, doch innen ist Leere. Oder Unruhe. Oder Wut.

Manchmal wachen wir auf und wollen nur, dass es aufhört. Dieses Gefühl, versagt zu haben. Den eigenen Ansprüchen nicht zu genügen. Wieder getrunken. Wieder gelogen. Wieder enttäuscht.

Das Gift raubt mir den Verstand

Durch den jahrelangen Konsum ist mein Gehirn mittlerweile spürbar beeinträchtigt und es fällt mit zunehmend schwer, konzentriert nachzudenken. Nachzudenken, wie es weiter gehen soll.

Physisch und psychisch angeschlagen

Alkohol ist ein „Zellgift“ und das steht mittlerweile außer Zweifel. Der andauernde, teilweise excessive Konsum hat bei mir nach vielen Jahren tiefe Spuren hinterlassen. Nicht nur mein Körper ist schwer in Mitleidenschaft gezogen sondern auch mein psychischer Zustand ist zunehmend kritisch.

Einsam und ohne Perspektive

Um nach außen hin zu vertuschen, was wirklich mit mir los ist, ziehe ich mich immer weiter in mich selbst zurück. Oftmals stelle ich mir die Frage, welche Perspektive es für mich und meine Familie überhaupt noch gibt. Angst und Hoffnungslosigkeit machen sich langsam in mir breit.

Für dich – und alle anderen

Was der Alkohol mit dir macht, spürst du. Aber es geht nicht nur um dich. Auch Menschen um dich herum leiden. Vielleicht deine Partnerin, dein Kind, deine Eltern. Vielleicht dein Kollege, dein Freund, dein Ich von früher.

Du weißt es. Und trotzdem – du kommst nicht raus.
Und das ist keine Schwäche. Es ist eine Erkrankung. Eine Sucht. Und sie ist stärker als Wille oder Vernunft – solange du allein kämpfst.

Schuld, Scham, Schweigen

Was wir am Anfang oft am meisten empfinden, ist Scham.
Wir wollen niemandem zur Last fallen. Wir verstecken uns.
Und in diesem Schweigen wächst das Problem. Die Spirale beginnt. Immer wieder.

Doch du bist nicht allein.
Und das Schweigen – kann durchbrochen werden.
Es braucht nicht viel. Nur den ersten Schritt.

Kein Licht in Sicht – und doch da

Vielleicht siehst du gerade keine Lösung. Vielleicht willst du nichts hören von Hoffnung oder Aufbruch. Zu oft schon versucht. Zu oft enttäuscht.
Das ist okay.
Denn Veränderung beginnt nicht mit Kraft, sondern mit Ehrlichkeit.
Mit einem Moment, in dem du sagst:

„So kann es nicht weitergehen.“

Und genau dort beginnt dein Weg.