Manchmal führen uns Umwege genau dorthin, wo wir wirklich gebraucht werden
Nach vielen Jahren in großen internationalen Industrieprojekten hat mich mein Weg – spät, aber mit voller Überzeugung – in den Schuldienst geführt.
Und ich kann sagen: Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.
Junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, ihr Vertrauen zu gewinnen, sie manchmal einfach nur zu ermutigen, das bedeutet mir sehr viel.
Vielleicht war es meine eigene Geschichte, die mich hat spüren lassen: Jeder Mensch hat eine Geschichte.
Und oft entscheidet ein Moment darüber, ob jemand weitergeht oder aufgibt.
„Du wärst ein guter Lehrer“
Diese Worte hat mir meine Frau schon vor über 40 Jahren gesagt.
Damals habe ich es registriert – aber erst viel später wirklich verstanden.
Nach 25 Jahren in der Industrie war es ein großer Schritt – und gleichzeitig eine Rückkehr zu etwas, das schon immer in mir lag:
Wissen teilen. Ermutigen. Vorleben.
Was meine Schüler mir geschenkt haben
Manche Schüler haben es mir offen gesagt:
„Bei Ihnen habe ich das Gefühl, ich kann auch über das reden, was sonst keinen interessiert.“
Andere haben mir einen Blick geschenkt, ein Lächeln, eine kleine Geste –
so viel mehr als eine Schulnote.
Sie haben gespürt: Ich nehme sie ernst. Nicht nur als Lernende, sondern als Menschen.
Was ich versuche weiterzugeben
Dass Fehler dazugehören – und wie man mit ihnen wachsen kann
Dass Stärke oft leise ist
Dass Verantwortung tragen auch bedeutet, sich selbst zu kennen
Und dass jeder Weg individuell ist – nicht gradlinig, aber möglich.
Woran ich fest glaube
Wer jungen Menschen Vertrauen schenkt, bekommt oft mehr zurück, als man je erwartet hätte.
Ein Schüler – Zitat
„Sie haben uns nicht nur Mathe beigebracht – sondern wie man ruhig bleibt, wenn alles durcheinander ist.“